Glückwunsch zum Jubiläum

Von den 150 Jahren Geschichte der BBF durfte ich sie 10 Jahre – von 2015 bis 2024 – intensiv begleiten als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats. Dabei kam der Bibliothek zugute, dass ich zeitgleich zum Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des DIPF berufen worden war. Von Fall zu Fall konnte ich hier zwischen Berlin und Frankfurt vermitteln, bzw. darauf achten, dass die Infrastrukturanteile der Bildungsforschung in den Strategiepapieren und Evaluationen angemessen berücksichtigt werden.

Führung durch die Bibliotheksräume anlässlich
der konstituierenden Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats der BBF
am 27. November 2015 (Foto: Hobohm)
Beiratssitzung am 20. November 2020 (Screenshot Hobohm)

Als Bibliothekswissenschaftler und Literaturgeschichtler war es für mich stets ein Vergnügen mit den Beiratskollegen und den engagierten Mitarbeitern von Bibliothek, Archiv und Forschungsabteilung über neue Entwicklungen zu diskutieren und die BBF z.B. in Richtung der damals aufstrebenden sog. Digital Humanities zu begleiten.

Besondere Momente in der Zeit waren für mich die jeweiligen Vorbereitungen von Audits und Evaluationen, bei denen wir uns über die Plakatentwürfe der Arbeitsbereiche beugten und gemeinsam überlegten, wie den teilweise fachfremden Gutachtern die hervorragenden Leistungen veranschaulicht werden konnten.

Andere bedeutende Momente waren die Sitzungen in der „Corona-Zeit“, die erschreckenden Berichte nach dem Wasserschaden und die erfreuliche Entwicklung der Neugestaltung der Bibliotheksräume hin zu einem „Dritten Ort“.

Besonderes Anliegen war mir in meiner Arbeit als wissenschaftlicher Beirat stets die Nutzerforschung und die Entwicklung von qualitativen Indikatoren zur Erfolgsdarstellung. Und ich weiß, dass ich den/die eine/n oder andere/n damit genervt habe.

Ich wünsche der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung gerade auch in unserer aktuellen Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs in diesem Sinne weiterhin hohe Nutzerzahlen bei ihren digitalen und analogen Angeboten. Das historische Verständnis über das Werden unserer Zeit – wie auch Bildung allgemein – wird offensichtlich immer wichtiger.

Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm ehem. FH Potsdam / HU Berlin

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