Liebe Frau Reimers und alle Mitarbeiter*innen,
Ich hatte den Nachlass von Elfriede Hengstenberg auf meinem Fussboden in Meggen (Schweiz) auf dem Boden ausgebreitet und erkannte:
Das kann ich nicht, ich bin keine Archivarin, das muss in professionelle Hände. Ich hatte meine Dissertation zum Arbeitskonzept von Elsa Gindler (1885-1961) an der Univerität Marbug abgeschlossen, war inzwischen pensioniert und mit dem Nachlass von Martin Wagenschein beschäftig. In diesem Zusammenhnag lernte ich die BBF Berlin kennen, kam in Kontakt mit Frau Reimers und fragte an: Haben Sie Interesse am Nachlass von Elfriede Hengstenberg (1892-1992), der Bewegungspädagogin aus Berlin? Ja, Ja, Ja – war die Antwort! Ich schickte den Nachlass also wieder nach Berlin zurück und machte auf dem Weg meiner Vision von der Aufarbeitung der Arbeit der frühen Leibpädagoginnen den ersten Schritt. Inzwischen ist der Nachlass von Hede Kallmeyer angekommen und von Miriam Goldberg. Ich freue mich, dass das BBF-Archiv inzwischen einen neuen Sammlungsschwerpunkt zu Körper- und Bewegungspädagog*innen aufgebaut hat. Rosmarie Reichwein schlummert im BBF-Keller um die Ecke: Rose Marie Elisabeth Reichwein, geborene Pallalat, genannt Pallat Rose Marie Elisabeth Reichwein, geborene Pallalat, genannt Pallat (* 24. Juli 1904 in Deutsch-Wilmersdorf; † 5. August 2002 in Berlin) war eine deutsche Gymnastiklehrerin und Krankengymnastin, erste Bobath-Therapeutin in Deutschland und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Andere schlummern anderswo im Keller oder Archivzimmern.

Ich danke Frau Reimers und allen Mitarbeiter*innen der BBF für ihr Engagement für die Frauen der Weimarerzeit, die mit ihrer tagtägliche Bewegungsarbeit die heutige Achtsamkeits-Kultur begründet haben. Wir, die Forscher*innen, haben gerade angefangen sie zu studieren, sie zu würdigen und den wissenschaftlichen Weg zu ihrer Arbeit zu öffnen.
Danke, Danke, Danke
Dr. Edith von Arps-Aubert, Schweiz


