Wie kommen eigentlich die ganzen historischen Bücher in die BBF?
Ein Teil unseres historischen Bestands stammt aus einem über Jahre gewachsenen Netzwerk von Buchhandlungen, Antiquariaten und Privatpersonen. Diese Kooperationen tragen dazu bei, unsere Sammlung kontinuierlich auszubauen und den Bestand, um besondere Werke zu erweitern.
Aus unserem Netzwerk an Kooperationspartnern möchte ich im Folgendem 2 Beispiele herausgreifen.
Im Sommer 2015 erhielt ich von der Berliner Buchhandlung Bücher am Nonnendamm eine Vorstellungs-Mail. Durch den ansprechenden Textinhalt nahm ich schon bald Kontakt zu ihr auf. Ich erfuhr, dass die Buchhandlung eine klassische Stadtteilbuchhandlung und kultureller Treffpunkt ist. Für uns war besonders interessant, dass es Erfahrungen in der langjährigen Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Bibliotheken gab. „Ja“ – und „sie könnten sich gut vorstellen, unserer Bibliothek, antiquarische Literatur zum Thema Bildungsgeschichte anzubieten.“
Herr Strobel, Mitarbeiter der Buchhandlung, ist seitdem rund um den Erdball unterwegs, um für uns Buchschätze zu heben.
So werden wir mit Fibeln, die in einem Wiener Antiquariat entdeckt worden, überrascht:


oder es wird der Blick gen Lateinamerika gerichtet und wir erhalten eine Rarität aus Chile

Gerade arbeite ich das erste Milwaukeer Lesebuch – herausgegeben vom Verein deutscher Lehrer der öffentlichen Schulen von Milwaukee am Lake Michigan, USA – ein. Engagiert, professionell und mit viel Liebe zum Buch begeistert uns Bücher am Nonnendamm stets aufs Neue.
An dieser Stelle möchte ich auch auf das Antiquariat Scheppler & Müller hinweisen. Seit vielen Jahren bietet uns der Inhaber Matthias Müller Alte Drucke mit Erscheinungsjahren vor 1830 an. Es handelt sich dabei um Schulbücher mit hohen Seltenheitswert.
So liegt gerade die Beilage des Mathematiklehrbuch zu Schlypers Rechenstube von 1793 auf meinem Schreibtisch. Bis jetzt war es in deutschen Bibliotheksverbünden nicht zu finden.

Wir freuen uns schon auf kommende Angebote. Gut zu erkennen – in der Betreffzeile einer Mail steht: Ein seltener pädagogischer Titel – Antiquariat Scheppler & Müller.
Natürlich gilt unser Dank auch allen anderen Antiquariaten und Buchhandlungen, mit denen wir eine gute Zusammenarbeit pflegen.

