Sportlich bin ich überhaupt nicht, wenn Sport, dann höchstens am Schreibtisch im Archiv als Sportgeschichte, aber dieser Slogan fiel mir ein, als ich gebeten wurde, einen kleinen Blogbeitrag für den BBF-Blog im Jubiläumsjahr zu schreiben.
…. und Freundinnen
Als Historikerin, die ganz überwiegend biografisch arbeitet, habe ich schon sehr viele Archive und Bibliotheken in meinem Leben besucht, alle nicht staubig und vertrocknet, wie es das hartleibige, schier unausrottbare Stereotyp besagt, aber die BBF ist mir in besonders guter Erinnerung geblieben: Ein Besuch bei Freundinnen.
Für eine biographische Skizze zu Rosemarie Reichwein, für die mir nur wenig Zeit zur Verfügung stand, bin ich nach Berlin zu Frau Reimers gereist, die tatkräftig zur Seite stand, um mit viel Sachkenntnis und Engagement Akten und zwischendurch auch mal einen Kaffee zu kredenzen. Das gemeinsame Interesse an der Reichwein-Familie führte zu langen Gesprächen, die mir bei meiner Arbeit am Buch über Widerstand von Frauen sehr geholfen haben.

Viele Beitragende erinnern an Adolf Reichwein, der, wie so viele Männer des Widerstands, sein lebensgefährliches Tun nicht ohne seine Frau hätte tun können: Ihr Einverständnis und ihre Unterstützung waren die unabdingbare Voraussetzung für sein Handeln. Nicht nur sein Nachlass wird in der BBF verwahrt, sondern auch ihrer.
Dem Team vom BBF einen herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!
In diesem Fall, so denke ich, dürfen wir ausnahmsweise mit Fug und Recht sagen:
Weiter so!
Mit herzlichen Grüßen
Frauke Geyken

