Dass die BBF wenigstens ein, wenn nicht das Zentrum der bildungshistorischen Community in Deutschland ist, ist für Fans wie mich ausgemacht. Verdient hat sie einen vorderen Rang allemal, und das nicht nur durch ihre herausragenden Buch- und Archivbestände. Traditionspflege und Neuimpulse, permanente Bewährung als sehr spezieller Standort im Ensemble der DIPF-Abteilungen und in der Leibniz-Gemeinschaft machen ein besonderes Engagement erforderlich, haben sich aber auch ausgezahlt. Die BBF wird von vielen genutzt und geliebt. Dass ich hier ab 2013 sechs Jahre lang den damals neuen Forschungsbereich leiten durfte, hat mich ungemein stolz gemacht. Schon im Studium galt es was, in der BBF gewesen zu sein. Im Rückblick sehe ich mich noch als Hilfskraft neben Frank Tosch in den Kellerkatakomben der BBF über Akten sitzen, in Christian Ritzis Büro über Schülerzeitungen plaudern oder rauchend mit Christine Heinicke manche Pause verbringen. Ich schaue vom Lesesaal auf die Straße und bemerke, wie der betagte Harald Scholtz als Kenner der lokalen Umstände bei Rot über die Ampel flitzt, erinnere mich an Carolyn Kay, die unglaublich sympathische Gastwissenschaftlerin aus Kanada, die von historischen Kinderzeichnungen aus dem Archiv schwärmt.
Mit der BBF verbinde ich so viele dichte, schöne, gute Erinnerungen. Auch die kleineren bilden den Kitt, der die Institution mit einem selbst verbindet. – Nur staunen kann man über die weiter gestiegene Professionalisierung und die vielen Neuerungen gerade der letzten Jahre, mit denen die BBF die digitale Transformation meistert. Sie machen mir, nunmehr als Kooperationspartner im Ruhrgebiet, große Lust auf das, was kommt.
Happy Birthday, altes Haus!



