Die performative Kraft von Bildern führt dazu, dass Bilder oft nicht als Repräsentationen von etwas gedeutet werden, sondern als Dokumente des Abgebildeten selbst. Dies ist gerade im Bereich von Bildung und Erziehung von großer Bedeutung. Dabei kann die Zeichenhaftigkeit der Bilder nicht auf eine universelle Grammatik zurückgreifen, sondern muss jeweils neu erschlossen werden, und zwar im Hinblick auf jeweils gültige Konventionen der Darstellung und Erzeugungskontexte. Dies wird umso deutlicher, je mehr Datenkorpora mittels KI-Werkzeugen analysiert werden und Ergebnisse oftmals tendenziöse und vorurteilsbehaftete Erkenntnisse aufweisen. Bei der Verwendung von Bildern in der Wissenschaft als Quellen und gleichermaßen als Illustrations-, Präsentations- und Erkenntnismittel in pädagogischen Settings beispielsweise in Form von Datenvisualisierungen sind diese Bias mitzudenken.
Im Rahmen der Reihe Pädagogisches Wissen in Bildern fokussiert die Tagung den visuellen Bias in der Bildungswissenschaft und Bildungsgeschichte sowie im Kontext der Digital Humanities.
Call for Papers (Deadline 22.2.2026)

